VPN kostenlos I 7 Risiken bei der Nutzung von gratis VPNs

VPN kostenlos. Es liegt in der Natur der Menschen – sie lieben alles, was kostenlos ist. Kein Wunder also, dass die beliebtesten VPNs diejenigen sind, die mit gratis Leistungen werben.

Leider ist allerdings nichts im Leben wirklich kostenlos. Und mit VPNs verhält es sich nicht anders. Vielleicht bezahlen Sie nicht in Euro. Aber: Ein kostenloser VPN Anbieter kostet ebenfalls seinen Preis, das kann ich Ihnen versichern.

In manchen Fällen sind die versteckten Kosten einfach nur ärgerlich, in anderen Fällen können sie geradezu gefährlich sein.

In diesem Artikel gehen wir auf die Risiken ein, die gratis VPNs mit sich bringen. Damit möchten wir Ihnen umfassendes Basiswissen zur Verfügung stellen, damit Sie eine wohlüberlegte Entscheidung für das richtige VPN treffen können.

Sie werden sehen, dass ein kostenloser VPN Dienst Ihnen nicht nur keine Möglichkeit bietet, geographisch blockierte Inhalte zu entsperren. Vielmehr trägt er vor allem dazu bei, dass Ihre Sicherheit und Ihre Privatsphäre im Netz nicht gewährleistet sind – eigentlich genau das, warum Sie eine verschlüsselte Verbindung suchen. Daher ist größte Vorsicht geboten, wenn ein VPN Anbieter kostenlos seine Services zur Verfügung stellt.

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VPN kostenlos: Ein Free VPN kostet definitiv – aber nicht unbedingt das, was Sie denken

Wenn VPN Anbieter kostenlos Services zur Verfügung stellen, so bedeutet das für Sie als Nutzer, dass Sie diversen Risiken ausgesetzt sind. Im Folgenden haben wir die sieben größten Gefahren aufgelistet, die hinter einem Free VPN lauern können.

1

Ihre Sicherheit ist gefährdet

Einer der Hauptgründe, warum ein VPN so wichtig ist, besteht darin, dass es Sie vor Hackern schützt.Umso alarmierender ist es, dass es tatsächlich verschlüsselte Verbindungen gibt, die Ihre Sicherheit gefährden. Wenn ein VPN Anbieter kostenlos Services bietet, ist diese Gefahr extrem hoch.

Leider hat es sich herausgestellt, dass genau dies häufig der Fall ist. Eine Untersuchung von 283 virtuellen privaten Netzwerken hat ergeben, dass unter anderem Betternet, SuperVPN und CrossVPN Schadsoftware enthalten. 38 Prozent aller in der Studie untersuchten VPNs weisen Sicherheitsmängel auf.

Bild: Die Wahrscheinlichkeit, dass ein kostenloser VPN Dienst Schadsoftware beinhaltet, ist deutlich höher als bei Bezahlversionen. Ein Antiviren (AV) Ranking von mehr als zwei ist ein sicherer Indikator dafür, dass sich Schadsoftware in der App befindet.

Die meiste Schadsoftware wird von Werbung bzw. Werbebannern ausgeliefert – das ergibt auch Sinn, wenn man bedenkt, dassein kostenloser VPN Dienst sonst keine ersichtliche Einnahmequelle im Vergleich zu bezahlten Lösungen hat.

VPN kostenlos: Das Free VPN Hola hat ebenso mit Sicherheitsproblemenzu kämpfen. Neben einem Botnet Scamleitet der Anbieter zudem den Datenverkehr über die Rechner seiner Nutzer anstatt über seine eigenen Server. Dies bedeutet, dass irgendjemand anderes Ihre IP-Adresse dafür nutzen könnte, um illegale Aktivitäten im Internet zu betreiben.

2

Ihre Aktivitäten im Internet sind einsehbar und können getrackt werden

Unserer Meinung nach ist dies die größte Gefahr, die hinter einem Free VPN lauern kann– dabei ist es auch noch diejenige, die am weitesten verbreitet ist. Wenn ein VPN Anbieter kostenlos Services bietet, kann dies nämlich bedeuten, dass Ihr Surfverhalten beobachtet und getrackt wird.

Einer der Hauptgründe, warum Sie eine verschlüsselte Verbindung nutzen, ist sicherlich der Schutz Ihrer Privatsphäre, während Sie im Internet surfen. Umso ironischer klingt es, dass die oben genannte Studie 72 Prozent aller Gratislösungen als solche ausfindig gemacht hat, deren Datenbewegungen durch Dritte einsehbar und trackbar sind.

Bild: Nur 28 Prozent aller Gratisanbieter lassen sich nicht durch Dritte tracken. Dies bedeutet, dass 72 Prozent aller kostenlosen VPNs Daten über ihre Online-Aktivitäten sammeln.

Diese Tracker werden dazu genutzt, um Daten zu Ihren Aktivitäten im Internet zu sammeln, damit Werbung zielgerichteter ausgespielt werden kann.

VPN kostenlos: Demnach sieht es so aus, dass die verschlüsselte Verbindung, anstatt Ihre Privatsphäre zu schützen, genau das Gegenteil macht. Nämlich: Informationen über Sie sammeln und an den Höchstbietenden verkaufen.

Während einige virtuelle private Netzwerke damit hinter dem Berg halten, dass sie Ihre Daten verkaufen, geben es andere sogar in ihren eigenen Datenschutzbestimmungen zu. Zum Beispiel:

Aus den Psiphon Datenschutzbestimmungen:

Bild: Der gratis Service Psiphon stellt ausdrücklich fest: „Manchmal nutzen wir Werbung, um unsere Services zu unterstützen. Diese können Technologien wie Cookies und Web Beacons benutzen. Unsere Werbepartner nutzen Cookies, die es ihnen und deren Partnern ermöglichen, Werbung anhand Ihrer Nutzerdaten auszuspielen.“

Aus den Hoxx Datenschutzbestimmungen:

Bild: Die Datenschutzbestimmungen des Gratisanbieters Hoxx besagen: „Wenn Sie unsere Services nutzen, sind Sie damit einverstanden, dass wir Informationen, die Sie uns zur Verfügung stellen, sammeln, verarbeiten und nutzen sowie dass diese Informationen von uns oder Drittanbietern genutzt werden …“

Zwar haben wir auch bezahlte VPNs gefunden, die einige weniger Tracker nutzen – dies ist allerdings nichts im Vergleich zu Gratislösungen. Das heißt: In den meisten Fällen wird Ihre Privatsphäre umfassend geschützt, wenn Sie Premium Services nutzen, für die Sie auch bezahlen.

3

Netflix wird nicht entsperrt

VPN kostenlos: Derzeit gibt es kein gratis VPN, das zuverlässig Netflix entsperrt.

Bei Tunnelbear kann es vorkommen, dass Sie Netflix empfangen können; allerdings ist diese Möglichkeit ganz weit weg von dem, was wir einen garantierten Zugang nennen. Sie haben definitiv öfter keinen Zugang und eine Fehlermeldung als dass Sie auf Netflix zugreifen können.

Bild: Fehlermeldung, die Nutzer von gratis VPNs normalerweise erhalten, wenn Sie versuchen, die Netflix Sperre aufzuheben.

Hinzu kommt, dass Tunnelbear mit dem Gratispaket die Daten auf 500 MB pro Monat beschränkt. Das reicht nicht einmal aus, um nur einen einzigen Film zu schauen.

Ähnlich verhält es sich bei ProtonVPN. Mit manchen Servern lässt sich Netflix entsperren. Aber: Da der Anbieter Ihre Internetgeschwindigkeit mageblich heruntersetzt, gehe ich davon aus, dass Sie wahrscheinlich wahnsinnig werden würden, wenn Sie auch nur eine einzige Episode von Orange is the New Black sehen wollten.

Windscribe und Hotspot Shield bieten einen Netflix Zugang an, allerdings nur mit den bezahlten Abonnements.

Es ist eigentlich ganz einfach: Sie bekommen genau das, was Sie bezahlen. Die Netflix Blockade zu umgehen ist sehr schwierig, und VPN Anbieter möchten dies einfach nicht umsonst anbieten.

4

Limitierte Daten

VPN kostenlos: Wie weiter oben bereits erwähnt, limitieren einige der top Gratisanbieter die Daten bei den Gratis-Accounts. Sie bieten diese an, damit Sie den Service einfach einmal ausprobieren können. Sobald Sie feststellen, dass Sie den Service tatsächlich haben möchten, müssen Sie Ihren Account zu einer Bezahlversion upgraden.

Neben Tunnelbear nutzt auch Hide.me dieses Modell – das Datenlimit beträgt 2 GB.

Bild: Hide.me begrenzt nicht nur Ihre Daten. Vielmehr limitiert der Anbieter bei der Gratisversion auch die Bandbreite und stellt weniger Server Locations, Protokolle und gleichzeitige Logins zur Verfügung im Vergleich zum bezahlten Abonnement.

5

Die Internetgeschwindigkeit wird gedrosselt

Dass die Internetgeschwindigkeit verlangsamt wird, ist ein generelles Problem, das bei vielen weniger hochwertigen VPNs auftritt.

VPN kostenlos: Nochmal etwas anderes ist es, die Geschwindigkeit absichtlich zu verlangsamen. Diese Strategie verfolgt nämlich ProtonVPN. Obwohl der Anbieter eine umfassende Sicherheit bietet, um die Free User zu bezahlten Abonnements zu bewegen, räumen sie den Gratisnutzern eine niedrigere Priorität ein als den Abonnenten der Bezahlversion. Das heißt: Die Internetgeschwindigkeit wird oftmals auf ein Schneckentempo reduziert.

Bild: Wenigstens kündigt der Anbieter ProtonVPN im Voraus an, dass die Internetgeschwindigkeit für Gratisnutzer niedrig ist.

VPN kostenlos: Andere Gratisanbieter verlangsamen die Geschwindigkeit, indem sie Ads einblenden (siehe unten) und indem sie die Bandbreite beschränken.

6

Sie werden mit Werbung bombardiert

Diese Herangehensweise ist bei einigen Gratisanbietern geradezu offensichtlich. Da ihre Nutzer keine monatlichen Gebühren bezahlen, müssen die Provider auf eine andere Art und Weise Geld verdienen.

Betternet beispielsweise geht so vor. Obwohl der Anbieter auf seiner Webseite sagt, dass er keine lästige Werbung zeigt, poppt andauernd, immer wenn Sie sich verbinden, Werbung auf.

Bild: Betternet betont, keine Werbung zu zeigen.

Bild: Nutzern wird jedes Mal, wenn sie sich mit dem VPN verbinden, Werbung angezeigt.

VPN kostenlos: Ähnlich geht der Gratisanbieter Hotspot Shield vor. Die viele Werbung hat auch bereits zu einer ganzen Reihe von Beschwerden unserer Leser gesorgt.

Das Problem ist auch nicht nur, dass Werbung äußerst lästig ist, sondern dass sie Ihre Internetgeschwindigkeit deutlich herabsetzt oder Sie auf bösartige Webseiten lenkt.

Hinzu kommt, dass Werber ihre Anzeigen auf die Nutzer zugeschnitten ausspielen. Da läuten bereits alle Alarmglocken, was den Schutz unserer Privatsphäre anbelangt. Mit anderen Worten: Wenn Ihr VPN Anbieter Werbung anzeigt, bedeutet das, dass er wahrscheinlich die Daten zu Ihren Online-Aktivitäten mit Dritten teilt.

7

Ihre Bandbreite wird verkauft

Der Anbieter Hola hat über die Werbeanzeigen hinaus einen weiteren Weg gefunden, um mit seinen Gratisnutzern Geld zu machen: Er stellt seinen zahlenden Nutzern die Rechenleistung der Computer seiner Gratisanwender zur Verfügung. Letztlich wird Ihre Bandbreite auf diese Weise gewinnbringend verkauft.

Sie schreiben das sogar auf ihrer Webseite, allerdings in einer deutlich positiveren Weise:

Bild: Auf der Webseite von Hola heißt es: „Hola verdient damit Geld, dass eine Bezahlversion der Hola VPN Services an Unternehmen verkauft wird (über unseren Luminati Brand). Dies ermöglicht es uns, Hola PC und Mac Nutzern gratis zur Verfügung zu stellen. Anwender, die Hola nutzen möchten, ohne ihre Rechenleistung zur Verfügung zu stellen, können den Premium-Service für 5 Euroim Monat (oder 45 Euroim Jahr) abonnieren.“

Was sie allerdings nicht erwähnen: Luminati ist bekannt dafür, für mindestens einen Botnet Angriff genutzt worden zu sein.

Bei einem Botnet Angriff werden viele einzelne Rechner mit Schadsoftware infiziert. Das Botnet verbindet die einzelnen Rechner zu einem riesigen Netzwerk, über das der Angriff dann läuft. Das heißt auf gut Deutsch: Alle Computer aus dem Netzwerk von Hola (z.B. die der Gratisnutzer) wurden von Cyberkriminellen benutzt.

Dabei sind wir uns nicht einmal sicher, ob das ein einmaliger Vorfall war. Im Moment gibt es keinerlei Möglichkeit festzustellen, wie Luminati Abwebder das Netzwerk nutzen. Damit ist dies das perfekte Tool für Cyberkriminelle.

In anderen Worten: Wenn Sie kostenlose VPN Dienste von Hola nutzen, erlauben Sie nicht nur dem Anbieter, Ihre Rechenleistung zu verkaufen. Vielmehr laufen Sie Gefahr, potenziell für illegale Zwecke missbraucht zu werden.

Ein gutes VPN kostet kein Vermögen

Nun ist Ihnen bewusst: Das beste kostenlose VPN gibt es nicht wirklich. Vielmehr empfehle ich Ihnen unbedingt eine Bezahlversion. Glücklicherweise sind auch nicht alle Premium-Services teuer. NordVPN zum Beispiel, eines der beliebtesten VPNs auf dem Markt, hat einen absolut attraktiven Preis und bietet zudem regelmäßig Rabatte an.

Alternativ können Sie sich diese VPNs ansehen, die alle top bewertet sind. All diese Services ermöglichen es Ihnen, Geoblocking aufzuheben. Zudem zeichnen sie sich durch eine hohe Geschwindigkeit aus und gewährleisten eine umfassende Sicherheit sowie den Schutz Ihrer Privatsphäre – was Sie eben von einem VPN erwarten.

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